Ein Vorschlag an die europäischen Innenminister: Eröffnen Sie doch eine Social-Community-Webseite, wo Menschen freiwillig Fingerabdrücke uploaden und ihre Schandtaten im persönlichen Blog veröffentlichen können und in einem Forum könnte man Fragen stellen. Das könnten dann Einträge sein wie: "Habe heute die DVD "Down by Law" kopiert und einem Freund geschenkt: Darf ich das eigentlich?"
Koch- und Bartschneide-Rezepte gibt es für registrierte Nutzer ebenso wie einen Religionsfinder, der nach ein paar Antworten irgendeine christentumkonforme Religion empfiehlt. Das Fernsehprogramm daneben empfiehlt Sicherheitsdiskussionen auf Phönix. Freundeslisten und Adress-Finder gibt es natürlich auch. In einem virtuellen Parlament kann der User mit seinem Innenminister durch die Flure spazieren und neue Sicherheitsstrategien planen.
Statt einem Benutzerbild kann man gleich einen Iris-Scan und Fingerabdruck hochladen ("…das war vielleicht schwierig, den Kopf ruhig über den Scanner zu halten"). Mit dem LogIn kann man - MSN-mäßig - sich gleich auch auf anderen Websites anmelden. Innen-Mini weiß dann gleich, wo man sich so 'rumtreibt. Daraus werden Interessen ersichtlich, dementsprechend sich die Angebote auf der Innen-Mini-WebCommunity verändern. Zwischen diesen gibt's dann immer mal passende Umfragen und andere kleine Fallen, aus denen sich auch politische oder sexuelle oder terroristische oder sonstwie kriminell anmutende Tendenzen und Preferenzen ableiten lassen. Und's BKA kann sich per Chat direkt einloggen und dem User gewisse Dateien übermitteln.
Mit der richtigen PR – "Überwachung macht frei" könnte der Slogan lauten – finden sich da bestimmt etliche, die mitmachen. Als Motivation könnten gleich RFID-Chip-Implantationen angeboten werden, inkl. W-Land-Connectivität…
Nur um sicher zu gehen: Dies ist so etwas wie eine Glosse.


