Ungereimtheiten zum deutschen Miltär in Afghanistan: Als USA und andere forderten, dass die Deutschen sich auch im Süden von Afganistan engagieren sollten, wurde der Norden als ruhige Zone dargestellt. Die Deutschen argumentierten u.a., dass sie dort bleiben müssten, um dafür zu sorgen, dass die Ruhe Bestand habe. Erst im März 2008 beruhigte sich das monatelange drängen der anderen Staaten, Deutschland solle sich im Norden engagieren. Und pünktlich (ZDF Heute-Journal 3.4.2008) wird bekannt (gegeben), dass im Norden Afganistans so viele Taliban-Angriffe gegen deutsche Camps geführt würden, wie noch nie zuvor. Und zugleich wird vor einem 20jährigen Deutschen gewarnt, der dort für die Taliban aktiv sei.
Kein Funknetz für alle?
Und noch eine Ungereimtheit (Spiegel 14/2008 - 31.3.2008): Eine Stiftung habe festgestellt, dass die deutschen Soldaten in Afgansitann unzureichend ausgestattet seien. Den Mangel an Funkgeräten kompensierten sie mit Mobil-Telefonen, wird als Beispiel angeführt. Das Problem dabei sei: Nachts sei das Mobilfunk-Netz abgeschaltet, weil die Taliban dies so forderten – andernfalls wollten sie die Funkmasten zerstören. Die Taliban wollten nämlich nicht, dass man ihre nächtlichen Bewegungen über das Mobilfunknetz verfolgen könne. Nur, können sie doch dann nachts auch nicht miteinander telefonieren, was den gleichen Effekt hätte, wie wenn sie ihre Handies einfach ausschalteten (zumind. bei den meisten Modellen), vielleicht auch noch die Batterien entnähmen.
Berufsrisiko Soldat
Abseits geschichtspolitischer Sichtweisen: Die Anwesenheit deutscher Soldaten im Kriegregionen wird auch über die Gefahr für die Soldaten argumentiert: Wer wird denn Soldat im Einatz, ohne bewusst die Gefahr für Leib und Leben in Kauf zu nehmen? Jeder Dachdecker ist sich seines Berufsrisikos bewusst – und das ureigenste Metier des Soldaten ist nun mal die gewalttätige Auseinandersetzung, die auf Verwundung und Tod zielt, auch im sogenannten Verteidigungsfall. Vielleicht müssen wir Zivilisten den Soldaten dankbar sein, aber wir können doch wohl davon ausgehen, dass die Kämpfer wissen, worauf sie sich einlassen.



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